09.03.2009
Studie: Unfall mit und ohne ABS
Die folgende Unfallrekonstruktion zeigt, wie ein Antiblockier-System zur Sicherheit beitragen kann. Bei dem realen Unfall - das Motorrad hatte kein ABS - kam der Fahrer ums Leben.

- Unfallforscher fordern, dass alle neuen Motorräder eine Anti-Blockier-Bremse (ABS) haben und die Zweiradfahrer richtiges Bremsen mit ABS üben sollten.
Der Fall
Die Fahrbahn ist trocken, es herrschen optimale Sichtverhältnisse. Ein junger Biker fährt bei einer vorschriftsmäßigen Geschwindigkeit auf der Landstraße von ca. 80 km/h, als ihn ein in die Vorfahrtstraße einbiegender Pkw überrascht. Der Motorradfahrer bremst plötzlich und abrupt ab, die Räder blockieren - Notbremsung (Hinterradbremsspur: 23,8 Meter, Vorderradspur: 12 Meter). Der Biker stürzt und schlittert mit etwa 40 km/h gegen den unteren Teil des Pkw-Hecks. Er wird dabei zwischen Pkw und seiner eigenen Maschine eingeklemmt und erleidet tödliche innere Verletzungen.
Hätte er am gleichen Reaktionspunkt eine stabile Bremsung vollziehen, und so die maximale Bremsleistung einsetzen können, wäre er rund fünf Meter vor dem Hindernis zum Stehen gekommen. Nach einer Untersuchung zu Motorradunfällen fordern die Unfallforscher des Instituts für Fahrzeugsicherheit deshalb, dass alle neuen Motorräder eine Anti-Blockier-Bremse (ABS) haben und die Zweiradfahrer richtiges Bremsen mit ABS üben sollten.
Sicherheit