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02.05.2009

Motorradschlösser

Wer beim Kauf eines Zweiradschlosses nur nach Preis und nicht nach Qualität entscheidet, spart möglicherweise am falschen Ende, denn bei den Schlössern gibt es große Unterschiede:

Seil- und Kabelschloss

Einfache Kabelschlösser sind kein ausreichender Diebstahlschutz für Motorräder. Selbst mit Kunststoff ummantelte Kabelschlösser bieten keinen wirksamen Schutz: All diese Schlösser lassen sich mit entsprechendem Werkzeug, zum Beispiel einem Bolzenschneider, leicht durchtrennen - ein "geübter" Dieb braucht dazu nur wenige Augenblicke.

Kettenschloss

Kettenschlösser können sehr unterschiedlich ausfallen. Ein Qualitätsmerkmal: Sechskant-Kettenglieder. Aber auch diese Schlösser lassen sich "knacken". Schwachpunkte: Schließzylinder, die sich leicht aufbohren lassen, qualitativ schlechtes Kettenmaterial oder Schließriegel, die leicht nachgeben.

Bügelschloss

Bügelschlösser eignen sich von allen Schlössern am besten zur Sicherung eines Motorrades - selbst mit Profiwerkzeug lässt es sich nur sehr schwer zerstören. Ihre Kaufentscheidung sollten Sie jedoch nicht allein vom Preis abhängig machen. Ein gutes Bügelschloss kostet etwa 100 Euro. Es sollte mit 16 bis 19 mm starken Bügeln aus gehärtetem Material ausgerüstet sein.

Bremsscheibenschloss

Eine Alternative zum Bügelschloss ist u. a. das Bremsscheibenschloss. Dieses zu knacken, ist äußerst schwierig und eine langwierige Angelegenheit. Hundertprozentige Sicherheit können jedoch auch diese Schlösser nicht bieten. Minuspunkt: Sie passen nicht auf alle Bremsscheiben. Und: Wenn der Dieb Zeit und Ruhe hat, kann er die Verschraubung der Bremsscheibe lösen und damit natürlich auch das Schloss unwirksam machen.