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28.04.2009

Private Unfallversicherung

Auf der Treppe zum Kino mit dem Fuß umgeknickt oder mit den Inlinern die Kurve nicht gekriegt? Viele Unfälle im Alltag enden beim Arzt oder sogar im Krankenhaus: Arm gebrochen, Operation, Arbeitsausfall für mehrere Wochen. Eine private Unfallversicherung sichert Sie rund um die Uhr finanziell ab.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung, die Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz oder auf dem Weg vom und zum Arbeitsplatz schützt, tritt eine private Unfallversicherung in der Regel überall in der Welt und zu jeder Zeit für die finanziellen Folgen eines Unfalls ein. Egal, ob der Unfall bei einer Wanderung im Urlaub, beim Sonntagsspaziergang, beim Sport oder im Haushalt passiert. In diesen Bereichen ereignen sich 60 Prozent alle Unfälle!

Eine private Unfallversicherung ist vor allem wichtig für Selbständige, Nichtberufstätige und Hausfrauen. Denn sie haben keinen gesetzlichen Unfallschutz und tragen ihr Unfallrisiko zu 100 Prozent allein.

Kinder können auch durch eine private Kinder-Unfallversicherung abgesichert werden. Sie leistet auch für Unfälle auf dem Weg zur Schule - ihre Leistungen werden nicht gegen die der gesetzlichen Unfallversicherung aufgerechnet. Aber: Rund 80 Prozent der Kinderunfälle passieren in der Freizeit - dort leistet nur eine private Kinder-Unfallversicherung. Deshalb ist es sinnvoll, Kinder durch eine private Unfallversicherung zusätzlich zu schützen. Kinder können aber auch im Rahmen einer privaten Familienunfallpolice versichert werden. Die private Unfallversicherung kann für Einzelpersonen aber auch als Familienpolice abgeschlossen werden.

Leistungen

Kernstück der privaten Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung. Als Invalidität wird die dauerhafte Beeinträchtigung der körperlichen bzw. geistigen Leistungsfähigkeit infolge eines Unfalls bezeichnet. Der Grad der Invalidität richtet sich, wenn Gliedmaßen oder Sinnesorgane betroffen sind, nach der sogenannten Gliedertaxe, die regelmäßig Bestandteil des Versicherungsvertrages ist. In den anderen Fällen wird der Invaliditätsgrad individuell bemessen. Die Invaliditätsleistung ist eine einmalige Kapitalleistung, deren Höhe sich nach der vereinbarten Versicherungssumme und dem Grad der Invalidität richtet.
Zusätzlich bieten die meisten Unfallversicherer eine lebenslange Unfallrente ab einem bestimmten Invaliditätsgrad, z. B. 50%. Die Höhe der Rente richtet sich nach der vereinbarten Summe.

Daneben werden unter anderem folgende weitere Leistungen, zum Teil durch Zusatzvereinbarung angeboten:

  • Übergangsleistung
  • Tagegeld
  • Krankenhaustagegeld
  • Genesungsgeld
  • Todesfallleistung
  • Bergungskostenersatz
  • Kosten für kosmetische Operationen

Neben der allgemeinen Unfallversicherung werden auch folgende Versicherungen angeboten:

  • Kinderinvaliditätsversicherung
    Sie leistet eine Rente in vereinbarter Höhe, wenn und solange Ihr Kind unfall- oder  krankheitsbedingt eine Schwerbehinderung mit einem Grad der Behinderung mindestens 50 erleidet.
  • Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung
    Sie bietet neben dem Unfallversicherungsschutz die garantierte Rückzahlung der eingezahlten Beiträge zum Ende der vereinbarten Versicherungslaufzeit - und das unabhängig davon, ob Sie während der Laufzeit Leistungen aus der  Unfallversicherung erhalten haben.

Der Versicherungsbeitrag richtet sich immer nach den versicherten Leistungsarten und der Höhe der jeweiligen Versicherungssumme.Tipp: Wer eine private Unfallpolice hat, muss im Schadenfall unter anderem folgende Regeln beachten, sonst kann die Versicherung die Leistung verweigern: Nach einem Unfall sofort einen Arzt konsultieren, Unfall unverzüglich der Versicherung melden, die vom Versicherer übersandte Unfallanzeige wahrheitsgemäß ausfüllen, den ärztlichen Anordnungen Folge leisten und notwendige Operationen erdulden. Ein Unfall mit Todesfolge muss innerhalb von 48 Stunden gemeldet werden.

Allgemeine Bedingungen für die Unfallversicherung finden Sie  hier.