03.05.2009
Zu Fuß sicher durch die dunkle Jahreszeit

Radfahrer, Jogger oder Fußgänger sind in der dunklen Jahreszeit besonders gefährdet, denn bei Nebel, Regen oder Dunkelheit werden sie leichter von motorisierten Verkehrsteilnehmern übersehen. Im Jahr 2006 starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden 711 Fußgänger im Straßenverkehr - davon allein 267 in den Monaten November bis Januar. Fast drei Viertel dieser tödlichen Unglücksfälle ereigneten sich während der Dunkelheit. Schuld daran ist neben den schlechten Sicht- und Witterungsverhältnissen häufig zu dunkle Garderobe.
Damit sie besser zu erkennen sind, sollten Fußgänger im eigenen Interesse möglichst helle oder mit reflektierenden Streifen versehene Kleidung tragen - im Scheinwerferlicht sind die Reflektoren weit sichtbar. Insbesondere Eltern sollten Kleidung, Schuhe und Schulranzen der Kinder mit Reflektoren ausrüsten. Tipp: Fußgänger, die regelmäßig unbeleuchtete Wege nutzen, können sich Autofahrern mit einer batteriebetriebenen Blinkleuchte "zeigen".
Aber auch richtiges, vorausschauendes Verhalten ist wichtig: Überqueren Sie stark befahrene Straßen immer nur an einer gut beleuchteten Stelle und nie hinter einem parkenden Fahrzeug. Achtung bei Fahrzeugen, die von rechts kommen: Bei spärlicher Beleuchtung sehen sie den linken Straßenrand schlechter.
Im Winter lauern nicht nur auf der Straße Gefahren für Fußgänger, auch auf den Gehwegen ist erhöhte Vorsicht durch Glatteis geboten. Allerdings sind Hausbesitzer angehalten, die Gehwege auf und um ihr Grundstück von Eis und Schnee freizuhalten. Kommt es dennoch zu einem Unfall, schützt die private Haftpflicht Mieter und Einfamilienhausbesitzer vor Schadenersatzansprüchen.
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