03.05.2009

Mehr Sicherheit für Kinder und Jugendliche

Mehr Sicherheit

Sicherheit von Fußgängern im Straßenverkehr ist ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt der Unfallforschung der Versicherer. Jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Unfälle mit Kindern im Straßenverkehr. 2007 erreichte die Zahl der im Auto getöteten Kinder unter 14 Jahren einen historischen Tiefststand. Dennoch ereigneten sich auch 2007 wieder zahlreiche Kinderunfälle im Straßenverkehr. Insgesamt 33.804 Unfälle forderten 111 Todesopfer und 5521 Schwerverletzte. Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf. Zahlreiche Verbesserungen des Verkehrsraumes und viele Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit von Fußgängern gehen unmittelbar auf die Studien und das Engagement der Unfallforschung der Versicherer zurück.

Auf dem Sektor der "Infrastruktur" verfügen besonders intelligente bauliche Maßnahmen über ein sehr hohes und dauerhaftes Unfallvermeidungspotential. Aber künftig ist immer noch ein stärkeres ganzheitliches Denken erforderlich: Bauliche Maßnahmen müssen Hand in Hand gehen mit der Überwachung, der Mobilitätserziehung und der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. Wichtige Punkte innerhalb der Infrastruktur sind zudem Radwegnetze außerhalb geschlossener Ortschaften und die Durchsetzung nutzungsverträglicher Höchstgeschwindigkeiten.

Innerhalb des Bereichs "Fahrzeug" lässt sich sowohl die passive als auch die aktive Sicherheit von Kindern weiter verbessern. Vor allem die Entwicklung moderner Fahrerassistenzsysteme - wie Bremsassistenten oder Kollisionswarnung mit Fußgängererkennung - kann zur Unfallvermeidung effektiv beitragen.

Wichtigster Punkt zur Minimierung der Unfallzahlen ist aber nach wie vor das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Für Kinder spielen Eltern und Lehrkräfte dabei eine entscheidende Rolle. Verkehrs- und Mobilitätserziehung sollte bereits im Kindergartenalter beginnen. Ein vielversprechender neuer Ansatz ist das Peergroup-Konzept, bei dem Jugendliche im Rahmen einer Patenschaft den mobilen Nachwuchs unter die Fittiche nehmen und gemeinsam Gefahren und Konfliktpunkte im Straßenverkehr erkennen und vermeiden lernen.