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03.05.2009

Sicherheit erhöhen

Zur Erhöhung der Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr fordern die deutschen Versicherer:

  • Sicherheit im Auto
    Die Sicherungspflicht von 6- bis 12-Jährigen im Pkw muss besser eingehalten werden. Zu vermeiden sind vor allem die fehlerhafte Bedienung von Kinderschutzsystemen und die nachlässige Sicherung von Kindern. Neben Pkw- und Kindersitzherstellern sind hier gleichermaßen die Eltern gefordert. Empfehlenswert sind Universalzulassungen von Kindersitzen mit Isofix-Halterung.

  • Sicherheit in Schulbussen
    In Schulbussen kann der Schutz von Kindern vor allem dadurch verbessert werden, dass nur so viele Kinder befördert werden dürfen, wie Sitzplätze im Bus vorhanden sind. Optimal wäre, wenn diese Plätze mit Sicherheitsgurten ausgestattet wären. Grundsätzlich sollte eine Aufsichtsperson oder ein so genannter Busbegleiter dafür sorgen, dass sich die Kinder während der Fahrt ordnungsgemäß verhalten. Schulbushaltestellen sollten mit guten Querungsstellen (z. B. Mittelinseln) für Schüler versehen oder als "Haltestellenkap", an dem Autos nicht vorbeifahren können, ausgebaut werden. Bei einem Haltestellenkap muss der Bus nicht verschwenkend in eine Bucht einfahren, sondern kann an der Bordsteinkante gerade anfahren und Halten. Damit ist die Sicherheit im Bus erhöht, da gerade durch die fahrdynamischen Bewegungen Stürze passieren können. (www.busstop.de).

  • Sicherheit auf dem Fahrrad
    Kinder sollten immer einen Fahrradhelm tragen. Der Helm schützt bei Stürzen vor schwerwiegenden Kopfverletzungen. Dies gilt nicht nur für Kinder: Auch "Teenager" und Erwachsene sollten nie auf den Schutz eines Fahrradhelms verzichten. Neben normalen Schulwegplänen sollten auch spezielle Radwegschulpläne zur Pflicht werden. Darin können die Gemeinden sichere Verkehrswege für Radfahrer, speziell für Kinder, ausweisen und auf problematische Verkehrsanlagen aufmerksam machen. An die Behörden geht der Appell, bei der Verkehrswegeplanung nicht nur Mindeststandards zu erfüllen, sondern  ausreichend dimensionierte Radverkehrsanlagen zu planen und umzusetzen. Straßen und Wege müssen so vernetzt werden, dass Radfahrer nicht auf gefährliche Streckenabschnitte ausweichen müssen.

  • Sicherheit durch Verkehrserziehung
    Zur Zeit findet Verkehrserziehung hauptsächlich im Unterricht der Grundschulen statt. In weiterführenden Schulen ist sie nur sporadisch ein Thema. Sinnvoll ist, die Verkehrserziehung als integrativen Bestandteil der Curricula der weitergehenden zu etablieren.

  • Sicherheit durch Vorbild der Eltern
    Verkehrserziehung in der Schule ist wichtig, vor allem aber müssen Eltern ein gutes Vorbild im Straßenverkehr für ihre Kinder sein. Dies bedeutet nicht nur, als Fußgänger die Verkehrsregeln einzuhalten, sondern auch, sich beim Autofahren entsprechend zu verhalten. Wer zu schnell fährt und bewusst Risiken eingeht, wird später auch Kinder haben, die sich risikobereit im Straßenverkehr verhalten. Eine wichtige Vorbild- und Erziehungsfunktion haben Eltern auch beim Radfahren. Es reicht nicht aus, die Verkehrserziehung der Schule zu überlassen. Die Teilnahme an der Radfahrprüfung in der Grundschule und das Ablegen des "Fahrradführerscheins" ist zwar wichtig und sinnvoll, zusätzlich aber müssen die  Eltern mit ihren Kindern das Radfahren auf dem Schulweg und in der Freizeit üben. Nur so können sie einschätzen, inwieweit ihre Kinder motorisch und intellektuell in der Lage sind, am Straßenverkehr teilzunehmen.