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12.03.2009

Sicherheitsrisiko Leichtkraftfahrzeuge

Sicherheitsrisiko Leichtkraftfahrzeug

Bei umfangreichen Crashtests hat die Unfallforschung der Versicherer und das Allianz Zentrum für Technik (AZT) die Sicherheit von Leichtkraftfahrzeugen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Beide Testfahrzeuge schnitten katastrophal schlecht ab und lassen die Schlussfolgerung zu, dass Leichtkraftfahrzeuge insgesamt als höchst gefährlich einzustufen sind.

Zwei gängige Modelle wurden (Ligier X-TOO, Microcar MC1 Dynamic) wurden getestet. Nach dem Crashtest mit 56 km/h (High-Speed-Test nach Norm ECE R-94/95) waren die Fahrzeuge in einem desolaten Zustand. Bei einem Zusammenstoß mit einem schwereren Fahrzeug hätten die Insassen des Leichtkraftfahrzeuges kaum eine Überlebenschance.

Wie sehr die Leichtkraftfahrzeuge bei einem leichten Heckcrash in Mitleidenschaft gezogen werden, zeigte der so genannte RCAR-Test. Während bei guten Kleinwagen ein Heckcrash im Schnitt einen Schaden von 1.000 bis 2.000 Euro verursacht, kommt der Auffahrunfall auf  ein Leichtfahrzeug den Besitzer durchschnittlich 5.600 bis 6.200 Euro zu stehen. Diese Kosten machen in der Regel mehr als 50 Prozent des Fahrzeugneupreises aus.

Auch die Sitze der Leichtkraftfahrzeuge fielen beim international anerkannten IIWPG-Test schlichtweg durch. Die Sitz-Kopfstützenkombination, die bei Auffahrunfällen schützen soll, war selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten bei den getesteten Leichtkraftfahrzeugen deutlich schlechter als bei normalen Kleinwagen.

Nicht akzeptabel, urteilten die Unfallforscher, sei darüber hinaus das Ansprechverhalten der Sicherheitsgurte. Schon bei einer Geschwindigkeit von 15 km/h sind bei einem Aufprall Verletzungen der Insassen nicht auszuschließen.

Auch die Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit auf 45 km/h sehen die Unfallforscher kritisch. In Praxistests wurde deutlich, dass Leichtfahrzeuge häufig von als Verkehrshindernisse und so zu riskanten Überholmanövern verleiten oder die geringe Geschwindigkeit der Leichtkraftfahrzeuge zu spät von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Dies kann zu schwerwiegenden Unfällen führen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.unfallforschung-der-versicherer.de.