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06.04.2009

Schleudertrauma - typische Verletzung

Schleudertrauma: Noch immer gehören eine steife Nackenpartie und andere Beschwerden an der Halswirbelsäule (HWS) zu den häufigsten Verletzungen bei Pkw-Kollisionen. Der Grund: Bei rund der Hälfte aller Pkw/Pkw-Unfälle mit Personenschaden handelt es sich um Auffahrunfälle, bei denen mindestens ein Autoinsasse eine Verletzung an der Halswirbelsäule erleidet. Der GDV fordert: Neben der Verbesserung der Kopfstützen und Sitze muss auch die medizinische Forschung auf diesem Gebiet intensiviert und einheitliche Diagnosestandards entwickelt werden.

Medizinische Standards schaffen

Das Institut für Fahrzeugsicherheit und Mediziner verschiedener Fachrichtungen haben eine Beratergruppe gegründet, die sich - in Zusammenarbeit mit zahlreichen Universitätskliniken - bundesweit um die Schaffung von Diagnosestandards bemühen will. Nach dem momentanen Diskussionsstand können HWS-Verletzungen folgendermaßen eingeteilt werden:

Grad I: Vergleichbar mit Muskelkater, der Mediziner kann hier keinerlei objektive Symptome feststellen. Die Prognose ist überaus gut. Beschwerderückgang nach wenigen Tagen. Oft ist die in diesen Fällen verschriebene Halskrause nicht notwendig. Wenn der Hals unnötig ruhig gestellt wird, können sich objektive Langzeitsymptome entwickeln, die nicht vom Unfall herrühren.

Grad II: Weichteilverletzung (Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenkkapseln usw.). Der Mediziner kann hier schon objektive Symptome erkennen. Ein muskulärer Defekt heilt innerhalb von Tagen oder Wochen mit einer Narbe, aber ohne Folgeerscheinungen aus.

Grad III: Nervenzellendefekt oder eine Irritation. Es sind objektive neurologische Zeichen erkennbar. Hier besteht die größte Gefahr für so genannte Langzeitsymptome. Nervenverletzungen haben eine sehr viel längere Heilungsdauer. Es kann zu einer vollständigen, aber auch zu Defektheilungen kommen.