19.11.2008
Crash-Tests mit Hunde-Dummys
Wie gefährlich die Fahrt mit einem ungesicherten Hund im Auto werden kann, zeigen im Allianz Zentrum für Technik (AZT) durchgeführte Crash-Tests. Mit einer verstärkten Fahrgastzelle wurden Frontalkollisionen mit 46 - 47 km/h und maximalen Schlittenverzögerungen zwischen 22 und 25 g durchgeführt; die Hunde-Dummys wurden auf dem Vordersitz platziert.
Da bei der Sicherung eines Hundes in Kraftfahrzeugen Gewicht und Schulterhöhe eine Rolle spielen, kamen zwei verschiedene Dummys zum Einsatz: stellvertretend für die kleinen Hunderassen ein 6,5 kg schwerer Zwergschnauzer-Dummy, für die großen Hunde ein Schäferhund-Dummy mit 40 kg Gewicht.
Vor allem bei Tests mit ungesicherten Dummys ergab sich ein erschreckendes Bild: Für den Zwergschnauzer ohne Sicherung bedeutete die Kollision ein tödliches Verletzungsrisiko. Der Dummy flog zwischen den Insassen hindurch und prallte mit dem Kopf gegen die Scheibe. Beim Test mit dem Schäferhund-Dummy wurde erhebliches Verletzungsrisiko für das Tier, und vor allem aber auch für die Passagiere auf den Vordersitzen deutlich. Die Kräfte, die auf das Tier wirken, sind enorm: Kommt es zum Beispiel bei einem Tempo von 50 km/h zu einem Auffahrunfall, wird das ungesicherte Tier mit dem Dreifachen seines Gewichts durch das Auto geschleudert.
Versuche mit unterschiedlichen Hundesicherungssystemen
Getestet wurden ein Hundeschutznetz, eine Gitterkonstruktion, Hundegurt und Transportboxen, wie sie im Luftverkehr üblich sind. Alle getesteten Systeme zeigten wenig erfreuliche Ergebnisse. Lediglich eine gut gesicherte Transportbox kann in Kombi-Fahrzeugen Schutz für die Fahrzeuginsassen bieten, jedoch wären auch hier erhebliche Verletzungen für den Hund die Folge gewesen. In den vom AZT durchgeführten Crashtests wäre kein Hundesicherungssystem in der Lage gewesen Tier und Mensch bei einem Unfall angemessen zu schützen.
Sicherheit