13.07.2010
Falsche oder fehlende Sicherung
Eine Studie der Unfallforschung der Versicherer ergab, dass noch nie so wenig Kinder im Auto tödlich verunglückten wie im vergangenen Jahr. 2009 kamen 37 Kinder im Alter unter 15 Jahren als Mitfahrer im Auto ums Leben. 2008 waren es 51, 1992 noch 207. Leider geht die Zahl der schwerverletzten Kinder nicht im gleichen Maße zurück wie die Zahl der getöteten Kinder im Auto.
Beobachtungen und Befragungen der GDV-Unfallforscher belegen, dass immer noch zwei Drittel aller Kinder im Auto nicht richtig gesichert sind. Fehler beim Sitzeinbau und bei der Sicherung des Kindes im Schutzsystem steigern das Risiko, bei einem Unfall verletzt zu werden, ganz erheblich.
Setzen Sie nicht leichtfertig die Sicherheit Ihres Kindes aufs Spiel und vermeiden Sie die folgenden, höchst gefährlichen Szenarien:
Kind ungesichert ...
- ... auf dem Schoß von Erwachsenem sitzend
- ... zwischen den Vordersitzen stehend
- ...vor dem Beifahrersitz stehend
- ...im vorhandenen Schutzsystem sitzend
- ...auf dem Rücksitz liegend
- ...im Laderaum (Kombi)
Kind ...
- ...auf dem Schoß eines Erwachsenen mitgesichert
- ...im Schutzsystem angegurtet, Schutzsystem jedoch lose im Fahrzeug abgestellt
Weitere Fehler ...
- Schultergurt entgegen der Vorschriften hinter Sitz oder Rücken verlaufend
- Falsche, nicht der Herstellerangabe entsprechende Sitzbefestigung (z. B. falsche Gurtführung oder Verwendung von Becken- statt Dreipunktgurt)
- Weglassen von Sicherheitselementen (z. B. Fangkörpern)
- Eigene Befestigungskonstruktionen
Wie Sie Ihr Kind richtig im Auto sichern, erfahren Sie in der UDV-Broschüre "Kinder sichern im Auto - Ratschläge - Tipps - ISOFIX". Die Broschüre ist auch auf Türkisch kostenlos bei der UDV erhältlich.
Gurte nicht zu locker anbringen

- Falsch!

- Richtig!
Gurte nicht zu hoch anbringen

- Falsch!

- Richtig!
Achten Sie auf die korrekte Führung des Gurtes

- Falsch!

- Richtig!
Sicherheit