08.04.2009
ESP: Technik und Funktionsweise

- ESP verhindert das Schleudern des Fahrzeugs.
Ein ESP verhindert das Schleudern des Fahrzeugs. Genauer gesagt: Es verhindert, dass das Auto zum Beispiel beim plötzlichem Ausweichen vor einem Hindernis seitlich ausbricht und querschleudert - Ursache für die schlimmsten Unfälle. Die elektronischen Systeme halten das Fahrzeug länger in Fahrtrichtung.
Durch automatische Eingriffe ins Bremssystem und Motormanagement des Fahrzeugs sorgt ESP beim Fahrzeug für bessere Spur- und Richtungstreue in kritischen Situationen.
Permanent wertet das System wichtige Daten aus und vergleicht die Vorgabe des Fahrers mit dem tatsächlichen Fahrzeugverhalten. Tritt ein instabiler Zustand ein - z. B. bei einer plötzlichen Ausweichbewegung - greift ESP in Sekundenbruchteilen über Motorelektronik und Bremssystem ein und stabilisiert das Fahrzeug. ESP entscheidet, welches Rad wie stark abgebremst oder beschleunigt werden soll und ob das Motormoment herabgesetzt werden muss.
Die in einigen Fahrzeugmodellen vorhandene Abschaltmöglichkeit für ESP sollte vom Autofahrer nur in den Situationen genutzt werden, die die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs explizit vorgibt (z. B. Ausparken bei Schnee oder Eis). Keinesfalls sollte das ESP aus "Fahrspaßgründen" abgeschaltet werden. Grundsätzlich gilt: Fahrerassistenzsysteme wie ESP oder ABS sollten nicht dazu verleiten, mehr aufs Gas zu treten. Denn die beste Elektronik setzt nicht die Physik außer Kraft.
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