18.03.2009
ESP: Forderungen der deutschen Versicherer
- 9 Prozent aller neuen Pkw-Modellreihen sind gar nicht mit ESP erhältlich - aus Sicht der Unfallforschung der Versicherer ein großes Defizit. Denn Fakt ist: ESP kann Leben retten. Der elektronische Schleuderverhinderer sollte deshalb Serienstandard bei allen neuen PKW sein. Das ist die zentrale Forderung der Unfallforschung der Versicherer.
- Besonders kleine Fahrzeuge oder ältere Gebrauchtwagen werden häufig von der Risikogruppe "Junge Fahrer" bewegt. Umso wichtiger ist es aus Sicht der Versicherer, eine 100-prozentige Ausrüstungsrate bei Neuwagen zu erreichen, so dass es in ein paar Jahren genügend ESP-Gebrauchtfahrzeuge für "junge Fahrer" auf dem Markt gibt.
- Kritisch sieht die Unfallforschung der Versicherer auch die Aufpreispolitik der Hersteller. Mindestens 300 Euro müssen Autofahrer in Deutschland für dieses notwendige Sicherheits-Feature bezahlen. Zum Teil ist ESP nur in teuren Ausstattungspaketen erhältlich. Die Folge: Bei aufpreispflichtigem ESP greifen die Autofahrer vor allem bei Kleinwagen selten zu. Unverständlich aus Sicht der Unfallforschung ist auch, dass neue Kleinwagenmodelle wie beispielsweise der Opel Agila, der Renault Twingo, der Hyundai i10 sowie der Daihatsu Materia nicht serienmäßig mit ESP augeliefert werden. Dem Verbraucher sollte die Entscheidung Pro oder Contra ESP nicht überlassen, sondern durch den serienmäßigen Einbau in alle Autos abgenommen werden.
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